Biodiversität muss in der Agrarförderung stärker berücksichtigt
werden" fordert Alexander Süßmair, Agrarpolitiker der LINKEN im
Bundestag anlässlich des internationalen Tages des Artenschutzes am 3.
März.
Süßmair weiter: "Der Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt ist für
DIE LINKE ein sehr wichtiges Anliegen. Der Landwirtschaft kommt hierbei
eine Schlüsselrolle zu, denn sie prägt den größten Teil der Flächen in
Deutschland. Die Agrarlandschaften sind nicht nur Lebensraum für
Nutzpflanzen und -tiere, sondern auch für zahlreiche Wildarten.
Über Jahrhunderte hinweg trug die Landwirtschaft durch ihre vielfältigen
landschaftlichen Strukturen zur Artenvielfalt bei. Durch die zunehmende
Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft und die
Entwicklung hin zu immer größeren Flächen kam es in den letzten
Jahrzehnten zu einer Verarmung nicht nur bei den landwirtschaftlich
genutzten Arten, Pflanzensorten und Tierrassen, sondern auch bei der
Begleitfauna und -flora. Dieser Trend muss umgekehrt werden.
Dass Landwirtschaft und biologische Vielfalt kein Gegensatz sein müssen,
zeigt der ökologische Landbau seit langem. Die positiven Effekte etwa
von Ackerrandstreifen, Hecken, Feldgehölzen und Streuobstwiesen auf die
Biodiversität sind durch entsprechende Projekte und regionale
Förderprogramme längst bewiesen.
Notwendig ist jedoch eine rasche, grundlegende und bundesweite
Umstellung aller Agrarfördersysteme dahin gehend, dass der Erhalt und
die Pflege einer vielfältigen und artenreichen Kulturlandschaft und die
Aspekte des Naturschutzes eine Grundvoraussetzung für Gewährung von
Agrarförderungen werden. Die Bewahrung der biologischen Vielfalt in
ländlichen Räumen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe."
Alexander Süßmair, MdB
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