"Das nationale Stipendienprogramm bekämpft die soziale Ungerechtigkeit im Bildungssystem nicht, sondern beschenkt vielmehr vor allem diejenigen, die ohnehin privilegiert sind", so Nicole Gohlke zu den Plänen der Bundesregierung für ein nationales Stipendienprogramm. Die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:
"Während das BAföG um gerade einmal zwei Prozent erhöht wird, wird das
Büchergeld für Stipendiaten um 275 Prozent erhöht. Statistiken belegen, dass
Stipendiaten in der großen Mehrheit Kinder von Akademikern und Reichen sind.
Das zeigt, wer von Merkels Bildungsrepublik tatsächlich profitiert.
Im Gegensatz zum Stipendienprogramm würde eine bessere Ausstattung der
Hochschulen mit Lehrmitteln, Lernmitteln und Personal eine Verbesserung der
Studienbedingungen für alle Studierenden bedeuten, auch für die vermeintlich
Hochbegabten, die der Regierung so am Herzen liegen.
Annette Schavan will die besten zehn Prozent der Studierenden mit Stipendien
fördern, wie auch immer diese ermittelt werden sollen. DIE LINKE fordert,
stattdessen die BAföG-Sätze und Freibeträge um zehn Prozent zu erhöhen, um
auch denen ein Studium zu ermöglichen, die sich das zum gegenwärtigen
Zeitpunkt nicht leisten können."