„Die Proteste der letzten Tage und Wochen haben Wirkung gezeigt“, so Nicole Gohlke anlässlich der Ankündigung aus dem Bildungsministerium, das BAföG ab 1. Oktober 2010 zu erhöhen. Die hochschulpolitische Sprecherin der Bundestagfraktion DIE LINKE, die auch Mitglied des Geschäftsführenden Landesvorstands der bayerischen LINKEN ist, sagt weiter:
„Ministerin Schavan muss jetzt das Herumeiern sein lassen und endlich
konkret werden. Sie muss sagen, in welchem Umfang die BAföG-Sätze und die
Freibeträge erhöht werden sollen. Auch die Bezugsdauer muss verlängert und
auf das Masterstudium ausgedehnt werden.
Das geplante nationale Stipendienprogramm hat mit dem BAföG nichts zu tun.
Es darf kein Junktim mit der Folge geben, die BAföG-Erhöhung zu gering
ausfallen zu lassen. Denn Stipendien tragen nicht dazu bei, die soziale
Ungleichheit an Hochschulen endlich zu überwinden.
Schavan sollte lieber gleichzeitig ein bundesweites Verbot von
Studiengebühren angehen. Das wäre tatsächlich eine Erleichterung für alle
betroffenen Studierenden. Wenn das BAföG erhöht wird und Studiengebühren
bleiben, beißt sich die Katze ein Stück weit in den Schwanz.“