7. September 2017

Klinikübernahme führt zur Verschlechterung der medizinischen Versorgung

Die geplante Betriebsverlegung der von der Sana AG übernommenen „Schreiber-Klinik“ aus Bogenhausen an den „Sana Gesundheitscampus Sendling“ soll auch dazu genutzt werden die Intensivstation sowie die Notaufnahme zu schließen.

Hierzu erklärt Nicole Gohlke, MdB und Direktkandidatin im Wahlkreis München Süd: „Betriebswirtschaftlich mögen die Maßnahmen im Zuge der Betriebsverlegung für die Sana AG sinnvoll scheinen, für die Öffentlichkeit hingegen bringt sie eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung. Gesundheit ist keine Ware, sondern ein Menschenrecht.“ 

Private Klinikkonzerne schließen immer häufiger aufgrund der Fallpauschalen unrentable Bereiche wie Intensivstationen, Notaufnahmen oder auch Kreißsäle. Diese wichtigen Versorgungsbereiche werden dann nur noch von den städtischen Kliniken abgedeckt, während die profitablen Bereiche an die privaten Betreiber gehen. Dies belastet nicht nur einseitig die öffentliche Hand, sondern verschlechtert auch das Versorgungsangebot für die Bevölkerung. 

Hierzu Gohlke weiter: „Die fortschreitende Ökonomisierung des Gesundheitswesens reißt Lücken in die öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Situation im Münchner Norden wird weiter zugespitzt, die Versorgung in Sendling nicht verbessert!“